Nachwuchs-Fachgespräch

Bedeutung von Religion im Leben junger Erwachsener in Südosteuropa

 


Es diskutieren:

  • Ralf Melzer, Friedrich-Ebert-Stiftung, Leiter Regionalbüro Dialog Südosteuropa, Sarajevo
  • Amir Hasanovic, Sozialarbeiter und Suchtpräventionsexperte, Geschäftsführer der Nichtregierungsorganisation „NARKO-NE“ („Drogen nein!“) in Sarajevo, welche Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung stärken und zum Einsatz für das Gemeinwohl befähigen will. Hasanovic ist praktizierender Muslim und Familienvater
  • Bledar Milaqi, geboren in Durres, ist Muslim, Politikberater und Mitgründer der Diasporabewegung "Diaspora për Shqipërinë e Lirë" (www.diasporaofalbania.com). Religion spielt in seinem Tätigkeitsbereich (k)eine Rolle
  • Schwester M. Tea Barnjak FDC, Doktorandin an der LMU München im Fach Theologie (Neues Testament). Zuvor war sie in Kroatien als Religionslehrerin tätig. Ihre Ordensgemeinschaft arbeitet schwerpunkthaft mit Kindern und Jugendlichen

Moderation:

  • Evelyn Reuter, Lehrbeauftrage für Südosteuropastudien (Jena) und Religionswissenschaft (Bremen)

Zum Thema:


Religion in Südosteuropa wird fast immer aus einer historischen, soziopolitischen oder ethnographisch-folkloristischen Perspektive betrachtet. Die Bedeutung von Religion veränderte sich im letzten Jahrhundert in Südosteuropa tiefgreifend. Während zur Zeit des Sozialismus die Religionen verdrängt worden sind, führte die wieder gewährte Religionsfreiheit nach dem Zerfall der sozialistischen Regime ab Anfang der 1990er Jahre dazu, dass Religionsgemeinschaften wieder in der Öffentlichkeit wahrnehmbar agieren konnten. Seltener wird dabei die Frage gestellt, welche Bedeutung Religion und Glaube für die Lebenswirklichkeit junger Erwachsener hat, welche mit dem Aufschwung religiöser Gruppierungen aufgewachsen sind.


Im Fachgespräch zum Jahresauftakt teilen junge Erwachsene, MitarbeiterInnen aus NGO’s und politischen Stiftungen persönliche Erfahrungen und Einschätzungen aus verschiedenen Ländern der Region. Einem kurzen Einblick in die Ergebnisse der Jugendstudie der Friedrich-Ebert-Stiftung zu diesem Themenbereich folgt eine Gesprächsrunde. Dabei berichten die GesprächspartnerInnen aus Albanien und dem ehemaligen jugoslawischen Raum vom Engagement in Religionsgemeinschaften und sozialen Initiativen, von Generations-unterschieden und religiöser Vielfalt.


Die Veranstaltung richtet sich an diejenigen, welche sich für Perspektiven und Belange junger Erwachsener aus Südosteuropa und für die Rolle von Religion in der postsozialistischen Gegenwart interessieren. Es besteht die Möglichkeit, bereits im Anmeldeformular Fragen an unsere Gesprächsteilnehmer*innen zu formulieren. 
Die Veranstaltung setzt die Reihe der „Nachwuchs-Fachgespräche“ fort, die von Nachwuchsmitgliedern der SOG organisiert wird. Diese Veranstaltung wird von Christiana Hägele (Renovabis) und Christian Hagemann (SOG) mitorganisiert.

Am 21.01.2021, 15:30 h

Ort: Zoom

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