Lesung und Gespräch

Europas geteilter Himmel. Warum der Westen den Osten nicht versteht

mit Norbert Mappes-Niediek.

Foto: Südosteuropa-Gesellschaft

 

Der Autor

Norbert Mappes-Niediek, lebt seit 1992 als freier Korrespondent für Österreich und Südosteuropa in der Steiermark/Österreich, 1994/95 Berater des UNO-Sonderbeauftragten für das ehemalige Jugoslawien, Yasushi Akashi. Er schrieb u. a. für Die Zeit, Frankfurter Rundschau, Der Standard (Wien), NRC Handelsblad (Rotterdam) und arbeitet heute vor allem für den Deutschlandfunk und die Deutsche Welle.

Das Buch

Durch die Geschichte hindurch blickte der Westen auf den Osten herab. Mal war er der Burggraben, der die Festung Europa von den Weiten Asiens trennte, mal eine Art Vorzimmer, mal die Nachhut auf dem großen Weg in die Zukunft. Umgekehrt fühlte sich der Osten vom westlichen Vorbild verkannt und geringgeschätzt, ärgerte sich über dessen Gleichgültigkeit und Arroganz. Welchen Einfluss haben die überkommenen Bilder auf aktuelle Konflikte? Was hat das alles mit dem Krieg in der Ukraine zu tun? 

In Norbert Mappes-Niedieks aktuellem Buch geht es um vielerlei, das Ost und West in Europa unterscheidet: um Ess- und Trinksitten, um Religion, um das unterschiedliche Verständnis von Toleranz, auch um die viel debattierte öffentliche Homophobie, die so tief verfeindete Länder wie Polen und Russland vereint, um die im westlichen Verständnis so rätselhafte Unterscheidung zwischen Staatsangehörigkeit und Nationalität - aber auch um den Brain-drain, die enorme Bevölkerungsbewegung von Ost nach West und ganz allgemein auch um das Entwicklungsmodell, das sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs auf dem Kontinent durchgesetzt hat.

Moderation

Dr. Hansjörg Brey, Mitglied des Präsidiums der Südosteuropa-Gesellschaft, München

Bibliographische Angaben: Norbert Mappes-Niediek: Europas geteilter Himmel. Warum der Westen den Osten nicht versteht. Ch. Links Verlag, Berlin 2021. (Link)