Vortrag und Diskussion

Der westliche Balkan: Aktuelle Herausforderungen im Zeichen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine

    Referent

    Manuel Sarrazin, Sondergesandter der Bundesregierung für die Länder des westlichen Balkans / Präsident der Südosteuropa-Gesellschaft, Berlin

    Moderation

    Dr. Hansjörg Brey, Mitglied des Präsidiums der Südosteuropa-Gesellschaft, München

    Manuel Sarrazin

    Jahrgang 1982, studierte Geschichte, Osteuropastudien und Jura an den Universitäten Bremen und Hamburg. Als Mitglied des Deutschen Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen zwischen 2008 und 2021 lernte er die Region Südosteuropa wie auch die Ukraine im Rahmen vieler Reisen kennen. Im Bundestag arbeitete er 2009 bis 2017 als Sprecher für Europapolitik und Obmann im Europaausschuss, 2018 bis 2021 als Sprecher für Osteuropapolitik seiner Fraktion. 

    Manuel Sarrazin ist seit 2019 Vizepräsident der Europäischen Bewegung Deutschland, seit 2020 Präsident der Südosteuropa-Gesellschaft. Er war seit 2009 auch Vorsitzender der Parlamentariergruppe der Europa-Union im Deutschen Bundestag. Seit dem 1. März 2022 ist er als Sondergesandter der Bundesregierung für die Länder des westlichen Balkans intensiv in die operative Politik gegenüber der Region eingebunden.

    Zum Thema

    Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hatte und hat auch starke Auswirkungen auf die Staaten des sogen. westlichen Balkan und die Region Südosteuropa insgesamt. Staaten wie Serbien schwanken noch mehr als bisher in einer ambivalenten Haltung zur EU einerseits und Russland wie China andererseits. Die Beinahe-Eskalation des Konflikts zwischen Serbien und Kosovo kurz vor Weihnachten ist Ausdruck einer zunehmenden Polarisierung und eines wachsenden russischen Einflusses in Teilen der Region. Mit der Verleihung des Status von Beitrittskandidaten an die Ukraine und die Republik Moldau erhielt jedoch auch der Erweiterungsprozess der EU neuen Schwung. Nach langer Blockade durch Bulgarien wurden in 2022 die Beitrittsgespräche mit Albanien und Nordmazedonien eröffnet. Bosnien und Hezegowina erhielt im Dezember den Kandidatenstatus und Kosovo beantragte als letzter Staat im westlichen Balkan die Mitgliedschaft in der EU. Mit der gewachsenen geopolitischen Bedeutung des südosteuropäischen Raumes wächst auch dessen Bedeutung im Rahmen der europäischen und deutschen Außenpolitik.
     

    Am 30.01.2023, 19:00 h

    Ort: Gemeindesaal der Orthodoxen Allerheiligenkirche, Ungererstr. 131, 80805 München

    AlbanienBosnien und HerzegowinaKosovoNordmazedonienSerbienWestlicher BalkanAußenpolitik / DiplomatieEuropäische / transatlantische Integration

    In Kooperation mit: